42. Deutscher Krankenhaustag im Rahmen der MEDICA

Krankenhaustag im Zeichen des Protests

18.11.2019 - „Alle müssen sich darüber im Klaren sein, dass Überregulierungen, massenhafte Rechnungskürzungen und Diffamierungen, die die Kliniken schwächen, die Situation der Patientenversorgung und des Personals nicht verbessern. Dies kann nur durch eine Stärkung der Kliniken gelingen“, erklärte Dr. Michael A. Weber, Kongresspräsident des 42. Deutschen Krankenhaustages, auf der Eröffnungspressekonferenz des Kongresses. Durch ausufernde Rechnungsprüfungen und die sofortige Verrechnung der strittigen Beträge würden die Kliniken in erhebliche Liquiditätsprobleme gebracht. „Den grundsätzlichen Ansatz im MDK-Reformgesetz, dies durch Einführung einer Prüfquote und Verbot der Verrechnung zu beenden, haben wir deshalb begrüßt. Kein Verständnis haben wir dafür, dass es im letzten Moment zu einem Einknicken des Gesetzgebers vor der Kassenlobby gekommen ist“, sagte Weber, zugleich Präsident des Verbandes der Leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK). Die Änderungen konterkarierten den ursprünglich guten Ansatz. Mit der Anhebung der Prüfquote von 10 auf 12,5 Prozent, generellen Strafzahlungen und einem verlängerten Prüfintervall bleibe es bei Rechnungskürzungen als Prinzip der Krankenkassen. „Damit werden die Kliniken und zwangsläufig die Versorgung der Patienten entscheidend geschwächt, während wir gleichzeitig mit unübersehbaren Problemen, wie zum Beispiel dem Fachkräftemangel, kämpfen.“

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