DKG appelliert an verantwortungsbewusste Impfentscheidung

Das Recht auf Krankheit darf nicht zur Gefahr für andere werden

30.09.2021 - Angesichts der noch immer unzureichenden Impfquote in Deutschland appelliert der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) Dr. Gerald Gaß an die noch Ungeimpften, sich ihrer Verantwortung für die Gesellschaft bewusst zu werden. Das individuelle Recht auf Krankheit habe dort Grenzen, wo es die Behandlung anderer Patienten und damit deren Gesundheit gefährde und das Personal im Krankenhaus überfordere.
„Wir leben in einer freien und demokratischen Gesellschaft, in der es grundsätzlich auch für jeden ein individuelles Recht auf Krankheit gibt. Und selbstverständlich fragt niemand im Krankenhaus bei der Aufnahme eines Patienten, ob seine Erkrankung selbstverschuldet sei und durch ein zumutbares Maß an Prävention oder Vorsicht hätte vermieden werden können. Jede Patientin und jeder Patient erhält bei uns die bestmögliche Versorgung, und das ist auch gut und richtig so. Dennoch kann ich die Empörung vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerade in den Intensivstationen nachvollziehen, die den ungeimpften COVID-Patienten rücksichtsloses Verhalten vorwerfen. Die Pflegekräfte und Mediziner befinden sich vielfach seit rund 18 Monaten in einem sehr belastenden Ausnahmezustand. Sie sorgen sich in ihrer Empörung um die Möglichkeit, auch in den kommenden Wochen und Monaten für alle Patienten die maximale Gesundheitsversorgung leisten zu können. Und sie sorgen sich auch darum, dass ein Teil der Mitarbeiter, die in den Intensivstationen ihren Dienst leisten, frustriert und enttäuscht den Kliniken den Rücken kehren...

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