Pressemitteilung der LKHG

Einrichtungsbezogene Impfflicht ab 16.03.2022 - Thüringer Krankenhäuser äußern Besorgnis zur Personalsituation

LKHG-Vorstandsvorsitzende Dr. Gundula Werner warnt vor möglichen Personalengpässen und Auswirkungen auf die Versorgung

(Erfurt, 21.01.2022) Die Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen e.V. (LKHG), weist mit heutigen Schreiben an Gesundheitsministerin Werner auf die drohenden Auswirkungen zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht hin. Die LKHG fordert in ihrem heutigen Appell an Ministerin Werner, das Aussetzen der Sanktionen und Maßnahmen (Betretungs- und Beschäftigungsverbote) gegenüber den Beschäftigten in den Krankenhäusern, die nicht bis zum 15. März 2022 den nach §20a IfSG geforderten Immunitätsnachweis erbringen können. Einer Umfrage der LKHG unter ihren Mitgliedseinrichtungen zufolge können rund 17 % der Beschäftigten ihren Immunitätsnachweis nicht fristgerecht erbringen. Damit steht die volle Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser als Bestandteil der kritischen Infrastruktur in Frage.

Durch den Beschluss des Deutschen Bundestags zur einrichtungsbezogenen Impfpflicht ab dem 16. März 2022 u.a. auch für Beschäftigte in Krankenhäusern wur-de der allgemeinen Impfpflicht vorgegriffen.

Die Vorstandsvorsitzende der LKHG, Dr. Gundula Werner, betont die Dringlichkeit zum Handeln: „Wir sprechen uns gegen die Einführung einer einrichtungsbezogenen Impfpflicht im Vorgriff auf eine allgemeine Impflicht aus. Es ist zu befürchten, dass Sanktionen im Zusammenhang mit einer einrichtungsbezogenen Impflicht in den Thüringer Krankenhäusern zu Personalausfällen führen können, die auf die Versorgung der Patientinnen und Patienten erheblichen Einfluss haben.“ ...

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