DKG zur angeblichen Pflege-Doppelfinanzierung

Aussagen des Ministers zur Pflegefinanzierung machen fassungslos

29.06.2022 – Die vorgestellten Eckpunkte zum GKV-Finanzierungsgesetz haben bei den Krankenhäusern zu Fassungslosigkeit geführt. „In einer Situation, in der die Krankenhäuser nach zwei Jahren Pandemie wirtschaftlich stark gefährdet sind und mit der zusätzlichen Problematik der steigenden Inflation kämpfen, erweckt der Bundesgesundheitsminister den Eindruck, der Bereich Pflege würde doppelt finanziert. Das ist nicht der Fall“, erklärt Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

„Fakt ist vielmehr, dass das DRG-System in einem aufwändigen Verfahren den gesetzlichen Vorgaben entsprechend von allen Pflegekomponenten bereinigt wurde. Dies geschah einvernehmlich zwischen den Krankenhäusern sowie der Gesetzlichen und der Privaten Krankenversicherung. Seit 2020 existieren zwei voneinander unabhängige Vergütungssysteme, die auf völlig unterschiedlichen Prinzipien beruhen. Über das Fallpauschalensystem werden Behandlungen pauschaliert und ohne den Pflegeanteil vergütet. Über das Pflegebudget werden die tatsächlich angefallenen Pflegekosten nach dem Selbstkostendeckungsprinzip finanziert“, erklärt Gaß.

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