Gemeinsame Pressemitteilung der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen und Krankenhausgesellschaft Sachsen

Krankenhäuser fordern weiterhin Mittel zur wirtschaftlichen Stabilisierung

Die Krankenhausverbände Thüringen und Sachsen fordern gemeinsam ein Sofortprogramm zur Kompensation inflationsbedingter Kostensteigerungen.

Leipzig, Erfurt 28.07.2022 - Von den außerordentlichen Preisentwicklungen im Zuge der Coronapandemie und des anhaltenden Ukraine-Krieges sind auch die Krankenhäuser (Sachsen: 78, Thüringen: 45) massiv betroffen. Dabei bezieht sich diese Entwicklung nahezu auf alle Sachkostenbereiche, von Medizinprodukten bis hin zu Energiekosten. So lag die Inflationsrate im Mai 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat bei ca. 8 %, Preissteigerungen im Bereich der Medizinprodukte bewegen sich aktuell zwischen 3 und 15 %. Die Krankenhäuser haben im Hinblick auf Energieeinsparmaßnahmen auch bereits vor der geopolitischen Zuspitzung erhebliche Anstrengungen unternommen, um die rasant steigenden Preise in den Griff zu bekommen. Doch die Preisentwicklung auf den Märkten lässt sich nicht aufhalten, das Einsparpotenzial der Kliniken ist sehr begrenzt, da die medizinische Versorgung einen hohen Einsatz an Energie erfordert.

Da die Finanzierung der Krankenhäuser gesetzlich reguliert ist, sich im Wesentlichen an der Einnahmenentwicklung der GKV der Vorjahre orientiert und die Krankenhäuser somit diese nicht vorhersehbare inflationsbedingte Kostenentwicklung nicht durch ihre Vergütungen refinanziert bekommen, werden die Krankenhäuser trotz wirtschaftlicher Betriebsführung auf absehbare Zeit in eine erhebliche wirtschaftliche Schieflage geraten. Die Bundespolitik ist daher nun gefordert dieser Entwicklung mit Sofortmaßnahmen zu begegnen...

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