Gemeinsame Pressemitteilung der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen e.V. und des Thüringer Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF):

Alarmstufe Rot - Thüringer Krankenhäuser in Gefahr - Breites Bündnis von Landespolitik und Kliniken fordert unverzügliche Umsetzung des Inflationsausgleichs vom Bund

Erfurt, 14. September 2022

Ein breites Bündnis bestehend aus der Thüringer Landespolitik, dem Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen e. V. (LKHG) sowie rund 350 protestierenden Beschäftigten von Thüringer Krankenhäusern hat heute vor dem Thüringer Landtag in Erfurt angesichts rasant steigender Kosten, insbesondere bei Gas und Strom, einen Inflationsausgleich und weitere Finanzhilfen für die Thüringer Krankenhäuser gefordert. Die Inflationsrate liegt derzeit bei rund 8%, Tendenz steigend. Insbesondere die Preise für Strom und Gas haben sich vervielfacht. Der Gesetzgeber hat hingegen für das Jahr 2022 nur eine Anpassung der Preise für Behandlungsleistungen für Kliniken In Höhe von rund 2,3% vorgesehen. Die Finanzlücke verbleibt bei den Krankenhäusern. Der Unmut der Bündnispartner richtet sich gegen die Untätigkeit der Bundesregierung angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Not vieler Krankenhäuser in Folge der Kostenexplosion bei den Energiepreisen und der weiterhin ungebremsten Inflation. „Die Bundesregierung hat kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem“, beschreibt Dr. Gundula Werner, Vorstandsvorsitzende der Landeskrankenhausgesellschaft Thüringen e.V., die aktuelle Situation in den Kliniken. Obwohl die Gesundheitsminister der Länder im Juni 2022 bereits einstimmig für einen Inflationsausgleich votiert und Minister Lauterbach zum unverzüglichen Handeln aufgefordert haben, ist die Bundesregierung – kurz vor Beginn des nächsten Corona-Herbstes – weiterhin untätig. Die Krankenhäuser brauchen schnellstmöglich wirtschaftliche Planungssicherheit, andernfalls geraten die Kliniken flächendeckend in eine gravierende wirtschaftliche Schieflage, mahnt Dr. Gundula Werner an. Allein für das Jahr 2022 ergibt sich nach Ermittlung der LKHG eine Finanzierungslücke in Höhe von rund 71 Mio. € für die Thüringer Krankenhäuser. 2023 kommen dann zusätzliche Energiekosten in Höhe von rund 280 Mio. € hinzu, die nicht finanziert sind...

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